Optimismus beim gut besuchten Neujahrsempfang

Lag es am neuen Bürgermeister? Den anschließenden Stehempfang gab es auch schon in früheren Jahren. Der Rittersaal im Schloss zu Tettnang platzte jedenfalls fast aus allen Nähten beim Neujahrsempfang `von und für die Stadt Tettnang` – wie es in der Einladung zu lesen war. Trotz freiem Eintritt: Auf ihre Kosten kamen die Zuschauer allemal. Festlicher Beginn mit einem Quintett der Stadtkapelle die – zum wohl letzten Mal in ihren alten Uniformen - zum Auftakt bliesen. Danach stellte Bürgermeister Bruno Walter in seiner Neujahrsrede sein Arbeitsprogramm mit dem Titel `Tettnang 2020` mit der Philosophie `Wer das Ziel nicht kennt, kann den Weg nicht finden` vor. Information über die Meilensteine der letzten 18 Monate und den Prognosen für die drittgrößte Stadt und größte Flächengemeinde des Bodenseekreises. Thema Bevölkerungsentwicklung: Bis 2025 wird für Tettnang ein Zuwachs von 4 % erwartet, wobei die über 65 jährigen mit 65 % und die über 80 jährigen mit über 100 % vorausgesagt werden. Zahlen die die Zukunft der Stadt erheblich beeinflussen werden. Interessant auch der Schuldenstand der Stadt der seit 2006 kontinuierlich gesunken ist und 2008 einen Stand wie zuletzt 2004 erreicht hat. Sympathisch auch der Hinweis von Bruno Walter, dass das alles natürlich nicht nur sein Verdienst sei – die Basis für diese Fakten sei in den letzten Jahren unter seinem Vorgänger Harald Meichle geschaffen worden.

Der Blick in die Zukunft dann im Wesentlichen auf 5 Punkte konzentriert : Städtebauliche - und verkehrliche Maßnahmen, die Entwicklung innenstadtnaher Standorte und ergänzende Angebote sowie strukturelle Änderungen – hin zu einem gemeinsamen Auftreten aller Bereiche der Stadt. Dass darüber hinaus die Ortsteile nicht `vergessen` werden sollen, wurde an Projekten in Laimnau, Kau und Tannau erläutert. Für die Herausforderungen der Zukunft soll auch die Verwaltung entsprechend fit gemacht werden: Ein Konzept zur Organisations- und Führungskräfteentwicklung ist hier angedacht.

Passend und positiv dann der Auftritt des Duos Schreiber / Locher die in ihrem unverkennbaren Blues Stil ihr Loblied auf Tettnang zum Besten gaben.

In die Zukunft führte auch der Vortrag `Gestern Feuer, - Morgen Sonne – Erde, Wasser & Wind` in dem der gebürtige Mainzer Dr. Madjid Madjidi die verschiedenen Energieformen in ihren Möglichkeiten und CO² Belastungen gegenüberstellte. Wichtigste Erkenntnis in Kürze: Das größte Potenzial für unsere Energieversorgung ist die Einsparung! Auf diesem Wege kann nach seiner Einschätzung bis ca. 2050 der gesamte Energiebedarf mit regenerativen Energien gedeckt werden.

Mit viel positivem Schwung ins neue Jahr - mit diesem Titel könnte man auch den Auftritt des Frauenchors Allegro am Besten beschreiben – allen voran Elke Sorg – Dirigentin und Wirbelwind in einem.

Wie sagte Bruno Walter an die Besucher gerichtet: `Bleiben sie wie sie sind! Wir brauchen sie! Bringen sie sich in unser Gemeindeleben ein`. Ein schöner Abschluss des Bürgermeisters für diesen Neujahrsempfang der – in einem – wie immer – gedrängten Stehempfang endete.

© Copyright 11. Januar 2009 H. Neidhardt


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