Eine Traumreise zu den Berggorillas Ugandas

schwebte uns schon lange vor. Allerdings waren wir auch immer hin- und hergerissen ob es für die Berggorillas besser sei hinzufahren oder nicht. Wir entschieden uns dazu hinzufahren – auch in der Hoffnung dass durch die finanzielle Unterstützung des Projekts auch die Menschen rund herum in ihren Lebensbedingungen profitieren und die Gorillas eher nicht im Kochtopf der heimischen Bevölkerung landen würden.
Aus klimatischen Gründen entschieden wir uns für die Mitte des Januar – eine Entscheidung die sich als richtig erwies – es regnete nicht und die Temperaturen waren angenehm warm.
Was wir auf dieser Reise gefunden haben war ein Land voller Überraschungen und einer Vielfalt an Pflanzen- und Tierwelt die uns jeden Tag aufs Neue staunen ließ! Die Gorillas waren mittlerweile zum Extra obendrauf geworden – auf diese Traumreise.

Bereits bei der Ankunft in Entebbe begrüßte uns unser einheimischer Führer Paul am Flughafen – ein sehr angenehmer Mensch und sehr umsichtiger Reiseleiter wie sich herausstellte.
Nach einer ersten Übernachtung in einer Lodge in Entebbe fuhren wir nach Norden in ein Wiederansiedlungsprojekt für Rhinos die wir bei einer 1 stündigen Fußpirsch besuchen konnten. Rhinos auf ca. 10 m – zu Fuß – das ist schon ein tolles Gefühl. Am Abend besuchten uns nochmals zwei beim Abendessen und in der Nacht wurden wir Zeuge einer Begegnung von 4 Rhinos direkt vor unserer Terrasse – unglaublich wie friedlich diese Tiere sein können. Wegen asiatischer Potenzträume müssen diese Tiere rund um die Uhr bewacht und beschützt werden – eine Schande!!
Nach einer morgendlichen Kanufahrt im Papyrussumpf ging es weiter nach Nordwesten zum Marchison Falls Nationalpark. Hier zwängt sich der Nil spektakulär tosend durch eine 7 m breite Engstelle hindurch. In einer Wanderung an den Fällen entlang hatten wir viel Zeit für die Beobachtung dieses Naturschauspiels. Unten angekommen wartete schon ein Boot auf uns und auf der nachmittäglichen Fahrt hatten wir ausgiebig Gelegenheit zur Beobachtung der Tierwelt an den Ufern. Genau getimt kamen wir dann bei Sonnenuntergang an unserer Lodge stromabwärts an.
Der folgende Tag gehörte ganz der Pirsch im Murchison Falls NP. Unvergesslich die Begegnungen mit den Tieren. Zeit auch dafür interessante Verhaltensweise zu beobachten. Bei einem kurzen Ausstieg beobachteten wir die Vögel am Wasser während sich uns von hinten eine neugierige Warzenschweinfamilie genähert hatte – unglaublich!.

Auf unserem Weg nach SW machten wir auf Kluges Guestfarm bei Fort Portal Station. Auf einer interessanten Fußpirsch erfuhren wir Interessantes über die Pflanzen des Regenwaldes die von den Einheimischen auch als Medizin genutzt werden. Bei Jennifer – einer alleinerziehenden Frau mit 4 Kindern – durften wir an der Zubereitung einer typisch einheimischen Mahlzeit teilnehmen und auch probieren – eine interessante Erfahrung.

Weiter nach SW war unsere nächste Station im Queen Elisabeth Nationalpark wo wir bei einer ersten Pirschfahrt bereits Löwen fanden. Die Fahrer der Safariwagen sind untereinander gut vernetzt – anders hätten wir die Tiere im hohen Gras oder in einem Kakteenbaum nicht gefunden – Danke Paul.
Am Tag darauf dann eine Fußpirsch zu den Schimpansen – die sich allerdings meist hoch in der Sicherheit der Baumwipfel aufhalten – Tierbeobachtung ist auch Glücksache.
Dafür kamen wir auf einer Bootspirschfahrt auf dem Kasinga-Kanal der den Lake George und den Lake Edward verbindet aus dem Staunen nicht mehr heraus. Diese geballte Vielfalt an Tieren war einfach unglaublich. Der Leopard auf dem Heimweg im letzten Büchsenlicht war dann das absolute Sahnehäubchen.

Auf zum nächsten Höhepunkt – im Isasha Sektor des Queen Elisabeth NP klingelte wieder das Handy unseres Paul – Löwen im Feigenbaum! Über eine Stunde lang standen wir dann allein mit dem Auto unter dem Baum auf dem 9 Löwen sich mit vollem Magen ausruhten – fast unheimlich so ein Glück.

Der Tag 12 unserer Reise brachte uns das lange ersehnte Gorilla Trecking. Ein zweistündiger Fußmarsch praktisch querfeldein durch den feucht warmen Regenwald brachte uns zu einer der 12 ständig besuchten Berggorillafamilien die wir 1 Stunde beobachten und fotografieren durften – eine anstrengende Tour die man allerdings im Leben nicht mehr vergisst.

Zur Abrundung verbrachten wir noch zwei Tage am Lake Bunyoni der als schönster See Afrikas gilt. Eine Bootsfahrt auf dem See mit einem Besuch einer Pygmäensiedlung brachten uns noch einmal eine intensive Begegnung mit der einheimischen Bevölkerung.

Zum Ausklang der Reise machten wir noch Station im Lake Mburo Nationalpark und konnten die vergangenen so überaus ereignisreichen Tage noch einmal Revue passieren lassen bevor wir noch einmal den Äquator überquerten und sich der Kreis mit der Rückfahrt nach Entebbe schloss.

Im Rückblick bleibt es eine Traumreise – danke Paul, danke an das WIGWAM-Team.


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