Ins Karwendel zog es uns

in diesem Herbst. Hier am Talende des Risstales auf ca. 1200 m Seehöhe  befindet sich der Große Ahornboden mit der Eng-Alm – der größten Alm Europas. Auf der Hochebene mit dem Großen Ahornboden mit seinen ca. 2000 Ahornbäumen wird Almwirtschaft betrieben – die Almgemeinschaft betreibt eine Käserei, ein Restaurant und einen Bauernladen in dem man u. a. den Käse kaufen kann. In diesem Bauernladen werden auch Zimmer vermietet  - ein tolles Erlebnis an diesem Talende – die Einsamkeit wenn die Tagesgäste am Abend wieder weg sind.
Der Große Ahornboden ist Teil des unter Naturschutz stehenden Alpenpark Karwendel – dem größten Naturpark Österreichs. Uns hat es gerade im Herbst gereizt die Ahornbäume in ihrer Verfärbung zu sehen was bei Sonnenlicht natürlich noch schöner aussieht. Allerdings waren die Wetterprognosen für unsere 2 Tage nicht gerade frohlockend….
Bereits bei der Anfahrt über Hinterriss war es neblig und trüb – mal sehen. Gerade als wir die ersten Ahornbäume erreichen kommt die Sonne kurz heraus und lässt die teilweise bereits gelben Ahornbäume leuchten. In einem ersten Rundgang schauen wir uns die zum Teil alten Almhäuser an – die Berggipfel rund herum wolkenverhangen und ab und zu schneit es aus dem Nebel heraus. Beim Abendessen im Restaurant neben unserem Bauernladen sagt der Wirt kein gutes Wetter für den nächsten Tag voraus.
Der nächste Morgen empfängt uns dann immer noch recht trübe – wir gehen trotzdem mal los. Dann plötzlich reißt es auf und wir bekommen die Ahornbäume in schönstem Sonnenlicht präsentiert – ja gibt’s denn sowas? Später hören wir dass es in München – 100 km nördlich von uns regnet….
Wir genießen den Tag inmitten der Ahornbäume bis es am Nachmittag wieder eintrübt.
Dann zum Abend suchen wir uns noch einmal einen Aussichtspunkt am Talende und setzen uns auf eine der 800 Ruhebänke mit den schlauen Sprüchen die in der Karwendelregion zum Rasten einladen. Und wie zum Abschiedsgruß zeigen sich noch einmal im letzten Sonnenlicht die umliegenden Berge – bereits leicht angezuckert mit Schnee – wir werden wohl wiederkommen müssen….

Dank an Franz Huber für die Mithilfe beim Benennen der Berggipfel rund um die Eng-Alm.

© Copyright 23. November 2016 H. Neidhardt




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