Ein Schweizer Wintermärchen –

durften wir bei einer Kurzreise ins Wallis Mitte Januar erleben. Lange hatten wir schon von einer Fahrt mit dem Glacier-Express geträumt. Als dann Mitte Dezember das Angebot von Fromm-Reisen kam haben wir einfach zugegriffen.

Der Rückblick beim Start mit der Fähre von Meersburg nach Staad über den Bodensee hat immer etwas von Aufbruch – so auch bei dieser Reise die uns über Zürich zuerst einmal nach Bern geführt hat. Bei einem Stadtspaziergang mit unserem Reiseleiter Alfons Egelhofer sahen wir die Altstadt mit dem Bundeshaus und dem beeindruckenden Berner Münster. Auffallend in der Schweiz: Die Kirchen sind überall geheizt – sehr angenehm. Nach Anfrage unseres Reiseleiters durften wir dann auch noch einen Blick in die Eingangshalle des Hotels Bellevue Palace riskieren – sehr vornehm.. Weiter in der Altstadt - früher Speicher im UG unter den Arkaden finden sich heute in diesen Räumen kleine Geschäfte – meist Friseurläden – da wird jeder Quadratmeter genutzt. Vorbei am Uhrenturm (Bim Zytglogge) schlenderten wir wieder zum Bus zurück zur zweiten Etappe des Tages die uns über Sion nach Brig führte. Kurz vor Brig dann noch eine Überraschung – in Raron (Rainer Maria Rielke liegt hier begraben) wurde eine Kirche in den Felsen gehauen – sehr beeindruckend. Anschließend Quartierbezug im Hotel Good Night Inn in Brig – unsere Unterkunft für die nächsten zwei Nächte.
Den Programmpunkt des nächsten Tages hatten wir eigentlich gar nicht so auf unserem Radar. Nach der guten Wettervorhersage war die Fahrt mit der Bahn zum Gornergrat aber ein Muss. Zuerst mit unserem Bus nach Täsch und dann mit dem Zug nach Zermatt. Von dort dann mit der Gornergrat-Bahn auf 3100 m zum Gornergrat. Bei Traumwetter mit einem sagenhaften Rundblick auf den Gornergletscher und viele 4000er wie Liskamm, Castor, Pollux. Breithorn und das kleine Matterhorn – man wusste nicht wo man zuerst hinschauen sollte. Über allem natürlich das Matterhorn das sich uns richtig prachtvoll und im schönsten Fotolicht zeigte. Auf der anderen Seite grüßten der Dom, Alphubel, Alalinhorn und Strahlhorn – alles ebenfalls 4000er und den Bergsteigern wohlbekannt.
Mit einem kurzen Besuch in der Kapelle am Gornergrat beendeten wir unseren Gipfelbesuch und fuhren mit der Zahnradbahn wieder ins Tal wo der Rundgang in Zermatt eher ein Pflichtbesuch war – allenfalls in kleinen Seitengassen kann man noch erahnen wie Zermatt zu Zeiten des Matterhorn Erstbezwingers Edward Whymper ausgesehen haben muss. In der heutigen Zeit hat sich das sogenannte ‚Bergsteigerdorf‘ zu einem riesigen Rummel entwickelt in dem sich die Reichen und die Schönen (und die die sich dafür halten) tummeln. Wir behalten die schönen Erlebnisse auf den Bergen in Erinnerung – die werden sicher bleibend sein..
Zurück in unserem Hotel in Brig wieder eine kleine Überraschung – im UG des Hotels befindet sich die größte transportable Modelleisenbahn Europas die im Modell die BLS Nord- und Südrampe der Lötschbergstrecke zeigt.
Der dritte Tag begann mit einem kurzen Spaziergang durch das winterliche Brig. Durch das Stockalperschloss und die Innenstadt von Brig führte unser Spaziergang zum Bahnhof und dem Zustieg zu den reservierten Plätzen im Glacier-Express der uns nach Chur brachte. Ursprünglich als Höhepunkt der Kurzreise gedacht taten sich die Eindrücke auf dieser Fahrt gegen die Traumeindrücke am Gornergrat schwer – so ist das Leben..
Die Zugfahrt führte uns von Brig über den Oberalppass (da liegt jetzt die Sonnenblende meines Objektivs im Schnee) hinunter nach Disentis. Nach einem Lokwechsel im Bahnhof konnten wir noch die Fahrt durch die Rheinschlucht genießen bevor wir am Bahnhof von Chur wieder in unseren Reisebus stiegen. Den hatte unser Fahrer Andreas auf der Straße direkt nach Chur gefahren.
Bei einer letzten Pause im Heidiland konnten wir unsere Erlebnisse noch einmal Revue passieren lassen – die Eindrücke werden wohl unvergesslich sein.

Begleiten sie uns mit den Bildern durch das Schweizer Wintermärchen.

© Copyright 22. Januar 2026 H. Neidhardt


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